
Die Quintessenz aus dem Projekt: das Ende ist Nah: Nur 20% der Weltbevölkerung konsumiert 80% aller Ressourcen, 5000 Menschen sterben jeden Tag durch vergiftetes Trinkwasser; die Liste ist unendlich fortsetzbar. „Es ist zu spät ein Pessimist zu sein.“ Home allerdings reißt in den letzten Minuten des Films das Ruder herum, und schwenkt die Richtung, indem es Hoffung macht. Hoffnung auf einen Wechsel bevor es zu spät ist. Aber wie?
Arthus-Bertrand beantwortet die Frage mit dem, was heutzutage unter dem Stichwort „responsible consuming“ läuft. Er appelliert an des Gewissen des Konsumenten, der sich bewusst für ein faires und ökologisches Produkt entscheiden soll. Die Verantwortung des Käufers fängt an der Supermarktkasse an! Leider legt Home damit zuviel Verantwortung in den Schoß des Konsumenten, ökologischer korrekter Konsum ist definitiv gut für Gewissen und für das Prestige des Bio -Anbieters, aber schützt es das Klima? Wichtiger sind doch die Entscheidungen in den Parlamenten und nicht an der Ladenkasse. Die Parallele Ausstrahlung über verschiedene Medien soll laut Arthus-Bertrand zu einer maximalen Reichweite führen und so „ […] uns alle davon überzeugen, dass wir jede Verantwortung für diesen Planeten tragen.“ Sein Appell ist, dass der Menschheit noch kaum 10 Jahre bleiben den Trend der Zerstörung aufzuhalten. „In den 200.000 Jahren seiner Existenz hat der Mensch ein Gleichgewicht gestört, das sich in 4 Milliarden Jahren entwickelt hat. Wir müssen Schluss machen mit der maßlosen Ausbeutung der Reichtümer dieser Erde.“ Die kostenlose Veröffentlichung ist bis dato ein Novum und wäre sicherlich nicht ohne die Unterstützung des französischen Luxusgüterkonzern PPR (Gucci, Puma etc.) möglich, dessen moralische und wirtschaftliche Absichten sollen aber hier nicht näher erörtert werden. Home ist bis zum 14. Juni 2009 online und in voller Länge auf Youtube verfügbar.
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