Da ich den letzten Herbst und Winter in Gegenden verbracht habe, in der das Thermometer nicht unter 20 Grad sinkt, ein paar Gedanken zum Herbst:
Die letzte Brise des Sommers ist vergangen und die Nachwirkungen erhitzter Gemüter verklingen im Wind. Über die ersten Stunden im raschelnden Laub legt sich eine seichte Melancholie. Das prickelnde Rauschen des Verlangens, das sonst wie ein heißes Flimmern in der Luft lag, wird durch das Verlangen nach Nähe und Geborgenheit verdrängt. Der Raum, den früher Heiterkeit und Unbeschwingtheit eingenommen haben, füllt sich nun mit Sentimentalität. Kälte und Regen verändern uns, unser Leben wird ruhiger, mit weniger Energie, wie im Winterschlaf. Als würde die Sonne, die uns im Sommer mit lebenswichtiger Energie und guter Schwingung versorgt hat, durch den Grauschleier des Novembers abgelöst werden.
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